Alle Männer zwischen 18 und 40 Jahren mussten die Waffen ergreifen. Struve war sich klar, dass die Revolution Geld braucht, und so hat er, von Lörrach angefangen, alle Gemeindekassen beschlagnahmt. ein weiteres fiskalisches Instrument waren die Schuldsheine, die Struve als (Zwangs)anleihen "zu gunsten der Deutschen Republik" ausgab. Auf Struves Order hin, zogen 20 staufener Republikaner am 24.September in der Frühe den Ferischaren entgegen. Neben schwarz-rot-goldenen Fahnen wurden vereinzelt auch rote Fahnen gesichtet.
Unter den Klängen der Musik von 5 Weiler Musikanten, die Struve von einer Hochzeit weg, zwangsverpflichtet hatte, zog der Revolutionsführer um 11:00 Uhr im
Staufener Rathaus ein. Für seine Proklamation bleib aber nicht viel Zeit. Trotz einiger Sabotageakte auf die Eisenbahngleise waren die Regierungstruppen nämlich schnell in einer Umfassungsbewegung in
Staufen. Sie schossen mit Artillerie die Barrikade an der Neumagenbrücke zusammen und durchsuchten zwei Tag lang alle Häuser nach Heckenschützen. Es kam zu mehreren standrechtlichen Erschießungen. Die Regierungstruppen hatten nur einen Gefallenen, die Revolutionäre aber 16 Tote zu beklagen, darunter auch etliche Unbeteiligte.
Nach dem schnellen Ende der zweiten Badischen Revolution herrscht in
Staufen und ganz Baden unter den Patrioten Angst und Ungewissheit vor der weiteren Zukunft des deutschen Vaterlands.