Fauststadt Staufen im Markgräflerland

Die Schutzpatronin Anna der Stadt Staufen, der Weingott Bacchus und andere Denkmäler der Fauststadt


Axialturbine Weingut Schlader
Axialturbine Weingut Schlader
Zum Vergrößern bitte auf's Bild klicken!

Schutzpatronin "Anna" der Stadt Staufen
Schutzpatronin "Anna" der Stadt Staufen
Zum Vergrößern bitte auf'sBild klicken!

Von der Dynamik enttäuscht“
Immer mehr Risse: Die Staufener warten weiterhin auf eine endgültige Klärung ihrer Untergrundprobleme. Die Risse an Gebäuden in der Innenstadt von Staufen nehmen weiter zu. Inzwischen sind der Stadt 84 beschädigte Häuser gemeldet. Bei der Ursachenforschung – einige Wochen tat sich da wenig – kommt jetzt auch Bewegung ins Spiel. Am16. und 17. April sollen die lange angekündigten Temperaturmessungen an den sieben Bohrlöchern hinter dem Rathaus stattfinden. Dass Staufens Untergrund weiter arbeitet, ist sicher. Mitarbeiter der Stadtverwaltung sehen das anhand der Veränderungen bei den Rissen, die sich vielerorts noch verbreitert haben. Die genauere Methode ist aber die Geodäsie.

Fähnrich auf der Brunnensäule des Marktbrunnens
Fähnrich auf der Brunnensäule des Marktbrunnens
Zum Vergrößern bitte auf's Bild klicken!

Weingott Bacchus neben der alten Post
Weingott Bacchus neben der alten Post
Zum Vergrößern bitte auf's Bild klicken!

Holzweinpresse am Weingut Wiesler
Holzweinpresse am Weingut Wiesler
Zum Vergrößern bitte auf's Bild klicken!

Blick auf die Burg von Staufen
Blick auf die Burg von Staufen
Zum Vergrößern bitte auf's Bild klicken!

Bei der werden die Senkungen und Hebungen der Erde anhand von Referenzpunkten und mittels optischer Geräte vermessen. Solche geodätischen Messungen fanden bislang statt, in Auftrag gegeben und bezahlt von der Stadt. Sie sind aber, seitdem das Beweissicherungsverfahren beim Landgericht Freiburg läuft, ausgesetzt. Die Stadt darf sie nicht länger anordnen, weil sie im Verfahren zur Partei geworden ist. Der vom Gericht bestellte Gutachter, Hermann Schad von der Materialprüfungsanstalt der Uni Stuttgart, muss die Messungen neu in Auftrag geben. Das hat er aber noch nicht getan. Vorgesehen ist, damit die Außenstelle Müllheim des Staatlichen Vermessungsamtes zu betrauen. Wie schnell oder langsam Schad vorgeht, liegt in seinem Ermessen. Doch in der Stadt ist man „etwas von der Dynamik des Sachverständigen enttäuscht“, wie Bürgermeister Michael Benitz in der jüngste Sitzung des Gemeinderates sagte. Mit Hilfe der Temperaturmessungen will man in den bis 140 Meter tiefen Bohrlöchern mögliche undichte Stellen im Zement aufspüren, mit dem die Löcher aufgefüllt sind. Solche Schäden könnten eine Ursache für die Absenkung des Untergrunds und damit für die Risse sein.





Nach wie vor ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass auch andere Gründe für Staufens Untergrundprobleme verantwortlich sind. Vornehmen wird die Messungen voraussichtlich die Schweizer Firma Geowatt. Auch das Regierungspräsidium Freiburg ist in die Ursachenforschung eingebunden. Es stellte dem Gutachter Luftbilder und weiteres Datenmaterial zur Verfügung. Zudem hat es selbst seismische Unruhemessungen durchgeführt. Sie sollen über die Gesteinsschichtung im Untergrund von Staufen Gewissheit bringen. Die Auswertung der Messungen ist noch im Gange.

Mit freundlicher Genehmigung von Hans Christof Wagner „Der Sonntag“, 13.04.2008


Urlaubsreisen zu deutschen Reisezielen finden Sie auf dem Reiseportal:Linkpfeil Familienreisen Europa + weltweit mit einer Fülle von Familienreisen in Deutschland und weltweit.
Familienreisen Deutschland, Europa und weltweit.