Es ist ja schon sehr auffällig, wie oft in Staufen Veranstaltungen stattfinden...
Helmut Zimmermann: … richtig, aber wir sollten uns auf dem Erreichten nicht ausruhen. Sie wissen ja: Stillstand wäre Rückschritt. Deshalb sind wir schon wieder bei anderen Projekten aktiv. Wir wollen beispielsweise ein neues und noch kundenfreundlicheres Parkplatzkonzept umsetzen. Leider sind da die Entscheidungswege beim manchen Ämtern nicht ganz so schnell, wie wir uns das wünschen würden.
Denn eigentlich sollte dies zu „Fabelhaftes Staufen“ umgesetzt sein. Die Flyer sind gedruckt. Nur die Ausschilderung erfolgt nun erst in den nächsten Tagen. Dann werden wir über ein sehr gutes Parksystem im Nahbereich der Fußgängerzone verfügen. Schon jetzt für alle Parkplätze 30 Minuten gebührenfrei. Die Fußgängerzone ist jetzt 25 Jahre alt. In Bad Krozingen diskutiert man derzeit darüber, ob eine Fußgängerzone eingerichtet werden soll. Können Sie Ratschläge geben?
Helmut Zimmermann: Nein, den jede Stadt hat ihre eigen Voraussetzungen. Wir in Staufen sind jedenfalls froh, dass wir die Fußgängerzone haben, auch wenn ich mir wünschen würde, dass noch weniger Fahrzeuge in die Innenstadt fahren. Aber der Lieferantenverkehr ist schwer abzustellen. Eine zeitliche Einschränkung lasst sich noch nicht realisieren.
Mit freundlicher Genehmigung von
Volker Murzin, Verlag WZO, Okt. 2009
Samstags in Staufen
Samstagsmarkt am Staufener Marktplatz – das ist ein ganz besonderes Erlebnis. Das mittelalterliche Flair der Altstadt, der belebende Brunnen in der Mitte des mit Kopfsteinpflaster belegten Platzes, die offenen Bächle und die Vielzahl von Ständen vom Gemüsebauern, Imker, Blumenhändler, bis hin zu mediterranen Köstlichkeiten und der guten alten Bratwurst schaffen eine Atmosphäre von Geborgenheit und Kommunikation.
So hat auch der Nicht-Staufener gleich das Gefühl des Ankommens, des Aufgehobenseins, des Dazugehörens. Und fragt sich in seinem Herzen, wie er oder sie es wohl bewerkstelligen könnte, jeden Samstag z.B. an den Stehtischen des winzigen italienischen Feinkostgeschäftes verweilend bei einem Espresso dem bunten Treiben zuzuschauen und mit Freunden und Bekannten einen Plausch zu halten.
Ein wesentlicher Bestandteil des Marktes ist seit vielen Jahren der Tee- und Kräutergarten von Renate Meienburg, direkt vor den Tischen des Rathauscafés. Sie versorgt die begeisterte Kundschaft mit Kräutern, Tees, Gewürzen, Trockenfrüchten und frisch gepressten, naturbelassenen Speiseölen. Alles selbstverständlich in höchster Qualität und aus biologischem Anbau. Viele eigene Kräuterteemischungen und eine feine Auswahl an exklusiven Schwarz- und Grüntees erfreuen anspruchsvolle Teetrinker, Stammkunden wie Feriengäste.
In der Gartensaison bekommt man hier biologisch angezogene frische Kräuter, Gemüse- und Kräuter-Setzlinge für den Garten und herrliche Blumensträuße aus Gartenblumen. Und gerne teilt die Kräuterfrau ihren reichen Wissens- und Erfahrungsschatz mit ihren KundInnen.
Der bunte Reigen von regionalen Produkten des Markgräflerlandes bildet sich hier ab und beschenkt den Marktgänger mit dem Erleben von Echtheit, von Verbundenheit mit dem Land und seinen Schätzen. Das Ambiente eines originären Bauernmarktes ist es, was Staufen am Samstag so lebendig und anziehend macht.