Fauststadt Staufen im Markgräflerland

Kleine Tiersensation: Nilenten-Population in Staufen auf dem Stadtteich

 

Baumallee in Staufen am Stadtsee
Baumallee in Staufen am Stadtteich
Zum Vergrößern bitte auf's Bild klicken!

Kleine Tiersensation auf der Insel im Stadtteich von Staufen:
Dort hat seit Wochen ein Nil-Enten-Pärchen [Halbgans, (Tadorninae)] acht Junge ausgebrütet und sich häuslich niedergelassen. Sie sind im Fluge mit den von unten teils weißen Flügeln und einer Spannweite von 135 cm wunderschön anzusehen.

 
Der Verteidiger des Reviers
Zum Vergrößern das Bild anklicken!
Nilenten Mutter mit Küken Zum Vergrößern das Bild anklicken!
 
Mit acht Jungen haben sie das Maximum an Nachwuchs erreicht [Schwund eingeplant].

 

 

Zum Vergrößern das Bild anklicken!
Zum Vergrößern das Bild anklicken!
Vor- und Nachteile dieser Tiermigration:
Sie stehen unter Naturschutz. Wir haben beobachtet, wie diese Woche eine soeben gelandete Wildente [von ca. 10-15 Stück, die jahrelang auf diesem Teich schwammen!] von einer Nil-Ente angegriffen wurde. Im Nu war die gesamte Wasserfläche wieder "cleen".
Die beachtliche Flügelspanne der Nilenten flößt viel Respekt ein. Sie dulden keine anderen Gänse, Enten oder Tauben in ihrem Revier. Es gibt dramatische Todeskämpfe einheimischer Arten, wenn Nilenten unsere heimischen Stockenten, die Reiherenten oder Teichhuhnküken so lange unter Wasser drücken, bis diese ertrinken!! Ich habe so meine Bedenken, dass unsere Naturschützer vielleicht die Falschen schützen, aber auch gelesen, dass Hechte junge Nilenten zum Frühstück mögen. ;-)


Nilenten oder Nilgänse wurden nicht nach Deutschland eingeführt. Sie sind aus Tierparks oder aus privater Haltung geflüchtet. Über Jahre haben sie sich von Holland nach Süden ausgebreitet und sind jetzt vermehrungstechnisch kurz vor Basel angekommen. Sie bleiben ein Leben lang zusammen, sind ausgezeichnete Schwimmer und überleben auch im Winter von Gras, Blättern, Samen und den Abfällen der Landwirtschaft.