Fauststadt Staufen im Markgräflerland

Aktuelles über die Fauststadt Staufen und ihr Thema Risse und ihre Folgen?


Zeitlich geordnete Berichte über die Entwicklung des Themas Risse
24. Jannuar 2010 / Der Sonntag Linkpfeil Entscheidende Messungen in Staufen / H. Ch. Wagner
Juli 2010 / Der Sonntag Linkpfeil Schlichtungsstelle soll Schäden regulieren / dito
17. Oktober 2010 / Der Sonntag /
Ch.Wager und K. Riexinger
Linkpfeil Staufen weiter vom Zerfall bedroht
 

Eine Million für Akutmaßnahmen
RISSE-KRISE in Staufen: Schlichtungsstelle soll bald erste Schäden regulieren - zweiter Brunnen wird gebohrt in Staufen hat sich die Zahl der beschädigten Häuser seit einem Monat nicht mehr erhöht. Doch die Hebungen gehen weitet, Ende des Monats soll der Gemeinderat den Weg freimachen zur Einrichtung einer Schlichtungsstelle zur Regulierung der Schäden.

HANS CHRISTOF WAGNER
Eine Million Euro hat das Land fürs erste dafür vorgesehen Alle Seiten hoffen noch darauf dass das große Geld vorerst gar nicht fließen muss. Dass die Hebungen rechtzeitig genug aufhören und sie nicht so lange anhalten dass es zu wirklich großen Maß­nahmen kommen muss wie zum Beispiel dem Bau eines Stahlbetonfundaments für das historische Rathaus oder der Trennung von Rathaus und Rathaus-Café. Die eine Million ist nur für Akutmaßnahmen vorgesehen, die bislang noch weitge­hend mit städtischen Geldern bezahlt werden. Die Schlichtungsordnung, die der Gemein­derat in seiner Sitzung am 28. Juli auf der Tagesordnung hat, sieht die endgültige Sanierung der 267 beschädigten Gebäude erst nach Abklingen der Hebungen vor. Wann das sein wird, ver­mag im Moment niemand vorauszusagen.
Welche Schäden reguliert wer­den und welche als nicht gravierend genug betrachtet werden, ist Sache der von der Stadt und der Interessengemeinschaft der Rissgeschädigten eingesetzten Schlichter — einem Juristen und einem Bauingenieur. Sie ent­scheiden was Priorität hat und was noch warten kann Die per­sonelle Besetzung der Schlich­tungsstelle steht Namen wur­den aber bei der Pressekonfe­renz der Stadt am Donnerstag noch keine genannt.
Das Land ist bei der Schlich­tung formell nicht mit im Boot, aus Furcht davor, damit eine rechtliche Verpflichtung einzugehen. Stuttgart sieht sein finanzielles Engagement als freiwilli­ge Maßnahme. Die Stadt will es nicht darauf ankommen lassen, eine juristische Schuld des Landes vor Gericht feststellen zu lassen. Bürgermeister Michael Benitz ist das zu riskant. Wird ein Prozess angestrengt und verlo­ren, könnte Staufen schlussendlich ganz alleine dastehen. Das Land erwartet von der Stadt auch, der Schlichtungsstelle kommunales Geld zur Verfü­gung zu stellen. Benitz verwies einmal mehr auf die angespann­te Haushaltslage Staufens. Wir sind mit 3,3 Millionen Euro in Kassenkrediten", sagte er. „Und jetzt sollen wir für etwas bluten, an dem wir keine Schuld tragen." Staufens Bürgermeister gab sich skeptisch, ob aus dem Verhalten des Regierungspräsidiums Frei­burg bei der Genehmigung der Erdwärmebohrungen 2007 der
Anspruch auf Amtshaftung abgeleitet werden kann. Auch gebe es keinen Automatismus bei der finanziellen Ausstattung der Schlichtungsstelle. Ist die eine Million Euro ausgegeben, gibt es nicht automatisch neues Geld. Das Land muss dann erst wieder darum gebeten werden.

Justitia am Amtsgericht der Stadt Staufen. Hoffen wir für alle Beteiligten, dass die verehrte Dame nicht übermäßig viel zu tun bekommt.

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Der zweite Brunnen zum Abpumpen von Grundwasser wird ab Oktober gebohrt und soll noch vor Einsetzen der Frostperiode fertig gestellt sein. Im Unterschied zu der 2oo8/9 erfolgten Erkundungsbohrung werden an der Bohrstelle in der Kirchstraße nur wenige wissenschaftliche Begleitmaßnahmen stattfinden. Der Brunnen wird wie die Erkundungsbohrung auch mit Stahlrohren abgesichert sein. Dass es in der Tiefe zu vertikalen Abweichungen kommt, wie sie bei den sieben Erdwärmelö­chern festgestellt wurden, schloss Benitz aufgrund dieser Absicherung aus. Benitz betonte indes auch, dass dieser Brunnen, über den Grundwasser abge­pumpt wird, um es so am Einsi­ckern in die Quellschicht zu hin­dern, die letzte mögliche technische Maßnahme gegen die Risse sei. Sollte sie keinen Erfolg ha­ben, bleibe nur noch die Möglichkeit, die Häuser selbst so zu befestigen, dass ihnen die Hebungen weniger oder gar nichts mehr anhaben.
Inzwischen steht ein weiteres Mitglied des Kuratoriums der Stiftung zur Rettung der historischen Altstadt fest: Christian Nienhaus, Geschäftsführer der WAZ-Mediengruppe in Essen und früherer Geschäftsführer des Badischen Verlags.

Das Land Baden-Württemberg — Finanzminister Willi Stächele bei einem Vor-Ort-Termin- will Staufen helfen und sieht seine Unterstützung aber eher als freiwilliges Engagement. 

HANS CHRISTOF WAGNER,  Der Sonntag,  24. Jan. 2010

Ich bedanke mich sehr bei den Herren Volker Murzin von der Linkpfeil WZO Verlags-GmbH [Reblandkurier und Wochenblatt] und Herrn René Zipperlen von Linkpfeil Der Sonntag Verlags GmbH, die es mir erlaubten, seit Beginn 2008 kompetente Zeitungsbeiträge zur Stadt Staufen und insbesondere zum Thema Risse auf diesen Seiten zu veröffentlichen.

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