EINEN KOFFER MIT 41 MILLIONEN EURO – so hoch wird der durch die Hebungen verursachte Gebäudeschaden geschätzt – hatte er nicht im Kofferraum seines Dienstwagens. Dennoch versprach Finanzminister Willi Stächele bei einem Besuch in Staufen Geld aus dem Landeshaus- halt für die verzweifelte Faust-Stadt. Staufen könne auf Geld aus Landespro- grammen wie dem ELR (Entwicklungs- programm Ländlicher Raum), dem LSP (Landessanierungspro- gramm) oder dem Ausgleichsstock bauen. Diese Programme dienen eigentlich anderen Zwecken, aber jetzt gelte es „flexibel“, wie der Minister sagte, auf die Krise in Staufen zu reagieren. 2,7 Millionen Euro werden aktuell gebraucht – um an der Bohrstelle hinter dem Rathaus hydraulische Versuche durchzuführen und die sieben im Sommer 2007 gebohrten Erdwärmelöcher neu abzu- dichten. Stächele stellte weiteres Geld für statische Absicherungen besonders beschädigter Gebäude in Aussicht. „Das Land lässt
Staufen nicht im Stich“, unterstrich der CDU- Politiker.
„Der Sonntag“, 26. Juli 2009, WAGNER |