Fauststadt Staufen im Markgräflerland

Staufen ist auch eine Weinstadt - auf dem Hügel unterhalb der Burgruine wird hervorragender Wein angebaut


Das Verkaufsgeschäft vom Weingut Schladerer
Das Verkaufsgeschäft vom Weingut Schladerer
Zum Vergrößern bitte auf's Bild klicken!

Zur Gutsschänke der Fa. Wiesler
Zur Gutsschänke der Fa. Wiesler
Zum Vergrößern bitte auf'sBild klicken!

Mit Promis und Zement gegen die Risse
Mit freundlicher Gernehmigung von „Der Sonntag“, HANS CHRISTOF WAGNER, 18.10.2009


STAUFEN hofft weiter auf ein Ende der Hebungen
In Staufen läuft das Abpumpen von Grundwasser im Bereich der Erdwärmesonden hinter dem Rathaus. Ob es dazu beiträgt, dass die Hebungen zum Stillstand kommen, wissen die Fachleute aber noch nicht. Ende Oktober sollen die Arbeiten zur Abdichtung der Bohrlöcher beginnen. In die Plastikschläuche, die in den sieben Erdwärmelöchern verlaufen, werden kleine Schlitze gefräst und über diese Zement nach unten befördert. Ziel ist die nachträgliche Abdichtung der Löcher. Weil sie nicht dicht sind, kann Grundwasser darüber aufsteigen und in die quellfähige Schicht einsickern – die Ursache für die Hebungen, die nach wie vor mit einem Zentimeterpro Monat andauern und in der Spitze jetzt 20 Zentimeter erreicht haben. 228 Häuser sind beschädigt, am allermeisten das rückwärtige Rathausgebäude. Der Gemeinderat hat jetzt beschlossen, dass die darin untergebrachte Verwaltung – Bauamt, Stadtarchiv und Wassermeister – noch vor Jahresende auszieht. Das Archiv gut wird ins alte Pfarrhaus nach Grunern ausgelagert.

Degustationsstand der Winzergenossenschaft
Degustationsstand der Winzergenossenschaft
Zum Vergrößern bitte auf's Bild klicken!

Weingut Schladerer - zur alten Mühle
Weingut Schladerer - zur alten Mühle
Zum Vergrößern bitte auf's Bild klicken!

Die Bauamtsmitarbeiter und der Wassermeister ziehen über den Marktplatz in das Gebäude, in dem die Filiale der Bäckerei Heitzmann untergebracht ist – das Obergeschoss ist noch frei gewesen. Ob das hintere Rathausgebäude eine Zukunft hat, ist laut Bürgermeister Michael Benitz offen. Eine Sanierung schloss Benitz aus. Einen Termin für den Abriss nannte er bei der monatlichen Pressekonferenz am Donnerstag aber auch nicht.
Beim Abpumpen des Grundwassers ist es nach Angaben von Gunther Wirsing vom Regierungspräsidium Freiburg gelungen, den Spiegel auf 125 Meter abzusenken. Damit wurde das Wasser auf ein Niveau unterhalb der quellfähigen Schicht gedrückt, die sich in einer Tiefe von 60 bis 90 Meter befindet. Ob dies dazu beiträgt, dass weniger Wasser in die Quellschicht eindringt, können die Geologen anhand von Temperaturveränderungen
nachvollziehen. „Bislang konnten wir aber noch nichts messen, dafür ist es noch zu früh“, so Wirsing. Abdichten und Abpumpen – diese Kombination soll die Hebungen stoppen. Der Feldversuch in der Grube Clara bei Oberwolfach im Schwarzwald ist erfolgreich gewesen. Jetzt kann die nachträgliche Abdichtung der Staufener Erdwärmelöcher beginnen. Bisher ist es so, dass der Zement, mit dem die Löcher gefüllt sind, und das Gestein ringsum nicht bündig sind. Wie viele Löcher betroffen sind und wo genau die Risse und Furchen liegen, ist aber unbekannt. Fest steht: Die Arbeiten werden Monate bis Jahre dauern. Zwar soll an bis zu drei der sieben Löcher gleichzeitig gearbeitet werden. Doch die Arbeiten gehen nur in 50-Zentimeter-Abschnitten voran - und die Löcher sind 140 Meter tief. Der Zementmuss immer wieder aushärten. Benitz gab bekannt, dass die Verwaltung die Gründung einer Stiftung vorbereitet, die bundesweit Spenden zur Reparatur der Häuser sammeln soll. Die Stadt will Promis aus Wirtschaft, Sport und Kultur ansprechen. Namen fielen noch keine.




Urlaubsreisen zu deutschen Reisezielen finden Sie auf dem Reiseportal:Linkpfeil Familienreisen Europa + weltweit mit einer Fülle von Familienreisen in Deutschland und weltweit.

Familienreisen Deutschland, Europa und weltweit.