Die Bauamtsmitarbeiter und der Wassermeister ziehen über den Marktplatz in das Gebäude, in dem die Filiale der Bäckerei Heitzmann untergebracht ist – das Obergeschoss ist noch frei gewesen. Ob das hintere Rathausgebäude eine Zukunft hat, ist laut
Bürgermeister Michael Benitz offen. Eine Sanierung schloss Benitz aus. Einen Termin für den Abriss nannte er bei der monatlichen Pressekonferenz am Donnerstag aber auch nicht.
Beim Abpumpen des Grundwassers ist es nach Angaben von Gunther Wirsing vom Regierungspräsidium Freiburg gelungen, den Spiegel auf 125 Meter abzusenken. Damit wurde das Wasser auf ein Niveau unterhalb der quellfähigen Schicht gedrückt, die sich in einer Tiefe von 60 bis 90 Meter befindet. Ob dies dazu beiträgt, dass weniger Wasser in die Quellschicht eindringt, können die Geologen anhand von Temperaturveränderungen
nachvollziehen. „Bislang konnten wir aber noch nichts messen, dafür ist es noch zu früh“, so Wirsing. Abdichten und Abpumpen – diese Kombination soll die Hebungen stoppen. Der Feldversuch in der Grube Clara bei Oberwolfach im Schwarzwald ist erfolgreich gewesen. Jetzt kann die nachträgliche Abdichtung der Staufener
Erdwärmelöcher beginnen. Bisher ist es so, dass der
Zement, mit dem die Löcher gefüllt sind, und das Gestein ringsum nicht bündig sind. Wie viele Löcher betroffen sind und wo genau die Risse und Furchen liegen, ist aber unbekannt. Fest steht: Die Arbeiten werden Monate bis Jahre dauern. Zwar soll an bis zu drei der sieben Löcher gleichzeitig gearbeitet werden. Doch die Arbeiten gehen nur in 50-Zentimeter-Abschnitten voran - und die Löcher sind 140 Meter tief. Der Zementmuss immer wieder aushärten. Benitz gab bekannt, dass die Verwaltung die Gründung einer Stiftung vorbereitet, die bundesweit Spenden zur Reparatur der Häuser sammeln soll. Die Stadt will Promis aus Wirtschaft, Sport und Kultur ansprechen. Namen fielen noch keine.
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